Wechselspiel von Bauch und Psyche

Sie sich auf ein köstliches Abendessen gefreut. Doch schon nach wenigen Bissen stellen sich quälende Magenkrämpfe, ein übermäßiges Druck- und Völlegefühl, Übelkeit und Aufstoßen ein. Sie bekommen keinen Bissen mehr hinunter – Ihr Magen hat Ihnen wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Mehr als 10 Millionen Bundesbürger, überwiegend Frauen, leiden regelmäßig an derartigen Symptomen, die jede Freude am Essen nehmen. Sie haben die „Volkskrankheit“ Reizmagen. Oftmals vergehen Jahre, bis die so genannte funktionelle Dyspepsie erkannt wird, da keine organischen Ursachen festzustellen sind. Neueste Forschungen ergaben jedoch einen erstaunlichen Zusammenhang zwischen Magen und Psyche.

Das Bauchhirn verliert die Nerven

Die Sache ist mir ganz schön auf den Magen geschlagen.“ Dieser bildliche Gefühlsausdruck ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Gemütszustände wie Angst, Stress und Erschöpfung können sich in Symptomen des Magen- Darm- Traktes niederschlagen, wie den meisten von uns aus eigener Erfahrung bekannt ist. Doch die wenigsten wissen, dass die Funktion des Verdauungssystems auch entscheidend unser psychisches Befinden beeinflusst und sogar Depressionen hervorrufen kann. 80% der Nervenstränge, die zwischen beiden Systemen verlaufen, führen vom Bauch zum Hirn und nur der Rest in umgekehrter Richtung. Das so genannte Bauchhirn, ein eigenständiges komplexes Nervensystem, reagiert also wesentlich intensiver und oftmals überaus empfindlich. Psyche und Bauch belastende Faktoren, wie Stress im Beruf oder Familie und falsche Ernährung, führen dazu, dass die Magenmuskulatur gestört arbeitet. Das hat zur Folge, dass der Speisentransport verzögert wird oder aber zu schnell erfolgt. Das Bauchhirn reagiert dann zunehmend empfindlicher auf diese Magen- Darm- Probleme. Schließlich genügen schon geringe Nahrungsmengen, um als unangenehme Spannung und Schmerzen ans Gehirn gemeldet zu werden.

1 Gehirn und Bauchhirn – beide beeinflussen sich wechselseitig. Dabei laufen 80% der Impulse vom Bauchhirn zum Kopfhirn und nur 20% in umgekehrter Richtung.

Den „Knoten im Bauch“ lösen – Welche Medikamente wirklich helfen

Anders als häufig angenommen, werden die Symptome des Reizmagens nicht durch eine überhöht produzierte Säuresekretion oder ein Problem der Leber bzw. Galle ausgelöst. Eine überhöhte Empfindlichkeit gegenüber normaler Säurebildung im Magen ist nur bei ca. 30% der Betroffenen mitverantwortlich für die Beschwerden.

Bisherige medikamentöse Therapien, die die Magensäureproduktion hemmen, diese binden oder einem Rückfluss in die Speiseröhre entgegenwirken oder aber Abführmittel, Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen und Psychopharmaka haben deshalb bislang keine überzeugenden Effekte gezeigt und keine Besserung des Wohlbefindens für die Betroffenen gebracht. Ein natürliches Medikament, das das Reizmagen-Problem sozusagen an der Wurzel packt, ist Enteroplant, eine rein pflanzliche Wirkstoff-Kombination aus hochdosiertem Pfefferminz- und Kümmelöl. Es wirkt direkt auf die Aktivität der Magenmuskulatur, sozusagen wie ein „Magenschrittmacher“, wobei der Magen selbst nicht belastet wird, da sich die Wirkung der magensaftresistenten Kapseln erst im Dünndarm entfaltet. Wie klinische Studien bewiesen, entspannt die Kombination beider ätherischer Öle die Magen- Darm- Muskulatur. Die gestörten Bewegungsabläufe im Magen werden neu koordiniert und der Nahrungstransport normalisiert. Zudem vermindert Kümmelöl die Darmgasbildung und Pfefferminze wirkt antibakteriell.

Bringen Sie Ihren Magen wieder in Takt

Eine der wichtigsten Ursachen für ein überreiztes Bauchhirn ist, wie gesagt, falsches Essverhalten. Zu hastig, zu viel und zu spät, unregelmäßig und ständig abgelenkt – wer so isst, mutet seinem Magen einiges zu, denn der Verdauungsapparat wird durch unvollständig zerkleinerte und verdaute Nahrung ständig überfordert

So essen Sie richtig und mit Freude:

  • Essen Sie in Ruhe und nicht im Stehen. Setzen Sie sich zum Essen an den – am besten schön gedeckten – Tisch. Nehmen Sie sich Zeit und lenken sich nicht durch Fernsehen oder Lesen ab, sondern konzentrieren Sie sich auf das Essen. Dadurch wird die Wirksamkeit der Verdauung gefördert. Entspannen Sie kurz, bevor Sie den ersten Bissen zu sich nehmen, schließen Sie dabei die Augen oder sprechen Sie vielleicht für sich ein Tischgebet. Damit nehmen Sie Abstand von den Tagesproblemen.
  • Halten Sie regelmäßige Essenszeiten ein. Essen Sie stets etwa zur gleichen Zeit. Der Organismus gewöhnt sich an diesen Rhythmus und verdaut automatisch und sorgfältig.
  • Essen Sie nicht zu viel auf einmal. Beenden Sie die Mahlzeit, sobald die Sättigung eintritt. Nur wenn der Magen nicht überfordert wird, kann er ordentlich verdauen.
  • Meiden Sie eiskalte Speisen und Getränke. Kaltes bremst die Verdauungskraft, die Nahrung verbleibt zu lange im Magen.
  • Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich. Dadurch erleichtern Sie dem Magen die Verdauung.
  • Essen Sie erst, wenn die vorherige Mahlzeit vollständig verdaut ist. Wenn Sie ständig naschen, kann Ihr Magen nicht richtig verdauen. So wie eine Suppe, der man immer wieder Zutaten hinzu gibt, nie gar wird. Eine Mahlzeit ist nach etwa sechs Stunden verdaut.
  • Bleiben Sie nach dem Essen noch etwas sitzen. So kann die Verdauung zwanglos einsetzen. Ein kleiner Spaziergang im Anschluss fördert zusätzlich die Bewegung des Magen- Darm- Traktes.

Sie sehen also: ein gereizter Magen muss nicht sein. Zudem werden Sie feststellen, dass ein bewussteres Essverhalten auch die Genussfähigkeit und die Freude am Essen erhöht. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, zu Beginn der Ernährungsumstellung den Magen- Darm- Trakt mit einem natürlichen „Magenschrittmacher“ zu unterstützen.

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